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Aufbau eines effektiven Lerntechnologie-Stacks

Aufbau eines effektiven Lerntechnologie-Stacks

April 6, 2023
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Noch vor nicht allzu langer Zeit mussten sich die meisten Unternehmen nur um eine einzige Art von Lernplattform kümmern, nämlich ihr LMS, und vielleicht um ein paar Desktop-Tools zur Erstellung von E-Learning-Inhalten. Heute verfügen die meisten Weiterbildungsabteilungen in Unternehmen über ein robustes Lernökosystem, einen mehrschichtigen Stack aus Lerntechnologien, die in der Regel gut miteinander und mit einem oder mehreren wichtigen Geschäftssystemen wie HRIS, CRM und Business Analytics integriert sind.
In der Regel dient ein Learning Management System (LMS) als Grundlage des Technologie-Stacks, und je nach den Anforderungen und Lernzielen der Organisation werden weitere Technologieebenen hinzugefügt. Dazu können eine Learning Experience Platform (LXP), ein Learning Records Store (LRS), ein Learning Content Management System (LCMS), eine Learning Operations Platform (LOP), Datenanalysen, ein Microlearning-Autorentool, eine Videoplattform, ein Coaching-/Mentoring-System sowie Funktionen für soziales Lernen gehören. Weitere Add-ons können AR- oder VR-Tools, Gamification-Tools (z. B. Badging) und Simulationssysteme umfassen.
Diese zunehmende Komplexität bedeutet, dass sich die Orientierung im Bereich der Lerntechnologie exponentiell erschwert hat und die Auswahl der richtigen Technologie-Stack-Komponenten und -Funktionalitäten für die meisten Lernorganisationen zu einer gewaltigen Herausforderung in Bezug auf Budget und Auswahl geworden ist.
Eine Studie der Brandon Hall Group aus dem Jahr 2022 mit dem Titel „Building the Next-Generation Learning Technology Ecosystem“ ergab, dass 45 % der Organisationen angaben, ihr aktuelles Lernökosystem (Technologie-Stack) sei unzureichend, um ihre Anforderungen zu erfüllen. Bei der Frage nach den geplanten Anschaffungen für die nächsten zwei Jahre wurden folgende Stack-Komponenten oder -Funktionalitäten am häufigsten genannt:

  • LMS (60 %)
  • LXP (58 %)
  • Soziale Funktionen/Zusammenarbeit (53 %)
  • Coaching/Mentoring (42 %)
  • Simulation (33 %)
  • Badging (33 %)
  • LCMS (29 %)
  • AR (29 %)
  • Gamifizierung (25 %)
  • und VR (25 %).

Wenn Sie vor dem Aufbau oder der Anpassung Ihres Lerntechnologie-Ökosystems stehen, empfiehlt die Brandon Hall Group drei allgemeine Schritte, die über das Standardprotokoll für den Kauf von Lerntechnologie hinausgehen:

  1. Bewerten Sie die Effektivität Ihres aktuellen Technologie-Stacks: Überprüfen Sie auf der Grundlage der Leistungsziele und Lerninitiativen Ihres Unternehmens die Effektivität jeder Stack-Komponente. Fragen Sie sich, ob diese Komponente die effektive Erstellung, Bereitstellung, Nachverfolgung oder Analyse von Inhalten auf eine Weise unterstützt, die ein effektives, personalisiertes und zielgerichtetes Lernen für Ihre Zielgruppen direkt fördert. Ist eine vollständige Integration mit den anderen Teilen Ihres Technologie-Stacks und allen kritischen Geschäftssystemen in einer Weise erreichbar, die Ihre Ziele und Initiativen unterstützt? Können Sie Daten aus allen Ihren kritischen Integrationspunkten abrufen oder Lerninhalte an diese liefern?
  2. Identifizieren Sie Lücken in Ihrem aktuellen Technologie-Stack: Fragen Sie sich, ob Ihnen eine wichtige Lernmodalität fehlt, wie z. B. Simulationen, AR, VR, Video, soziale/kollaborative Funktionen, VILT oder Microlearning-Fähigkeiten. Wenn ja, gibt es einen klaren Business Case für die Hinzufügung dieser Modalität (z. B. wäre sie effizienter, effektiver oder besser in der Lage, eine Zielgruppe auf eine Weise zu erreichen, die eindeutig organisatorische Auswirkungen hat)? Prüfen Sie, ob Ihr LMS als Grundlage Ihres Ökosystems alle erforderlichen Funktionen bietet, um zielgerichtete Inhalte bereitzustellen und zu verwalten sowie sich in alle wichtigen Geschäftssysteme zu integrieren. Fragen Sie sich, ob Ihr aktuelles LMS die Ergänzung durch ein LXP erfordert, um die Lernerfahrung zu verbessern und kuratierte Inhalte besser zu ermöglichen. Prüfen Sie, ob die Hinzufügung eines Learning Records Store zur Nachverfolgung von xAPI- und cmi5-Inhalten angesichts der Anforderungen Ihrer Organisation sinnvoll sein könnte. Möglicherweise besteht auch eine Lücke bei der Verwaltung von ILT- und VILT-Schulungen, die am besten durch eine Learning Operations Platform statt durch Ihr aktuelles LMS und einige Tabellenkalkulationen geschlossen werden könnte.
  3. Identifizieren und priorisieren Sie wichtige Integrationsanforderungen: Ein Lernökosystem muss gut integriert sein, um wirklich effektiv zu sein. Heutzutage kann von einem Learning Management System verlangt werden, dass es Lerninhalte nahtlos in eine Geschäftsanwendung wie CRM bereitstellt, Daten aus einem HRIS oder einer Datenanalyseplattform abruft, auf Lerninhalte aus einem Content-Katalog eines Drittanbieters ohne zusätzliche Anmeldung zugreift und sich mühelos in Webkonferenz-Software integriert. Die Katalogisierung und Priorisierung jedes potenziellen Anwendungsfalls und des damit verbundenen Business Cases ist ein entscheidender Schritt bei der Entscheidung, welche Integrationen in Ihr Technologie-Stack-Budget aufgenommen werden sollen.

Letztendlich gilt: Wenn Sie einen Lerntechnologie-Stack anstreben, der zielgerichtetes, personalisiertes und barrierefreies Lernen ermöglicht, Inhalte in den effektivsten Formaten und auf den geeigneten Plattformen bereitstellt und sicherstellt, dass Sie über die Daten verfügen, müssen Sie den geschäftlichen Nutzen klar nachweisen und sicherstellen, dass Ihre Stakeholder, Zielgruppen und L&D-Teammitglieder gleichermaßen zufrieden sind.

Brandon Hall Group SmartChoice® Platinum Preferred Provider EI Powered by MPS ist ein globaler Full-Service-Anbieter von innovativen Lerninhalten, Lernunterstützungsdiensten, Beratung und Technologie. Das Unternehmen bietet sowohl eine Auswahl an Lernplattformen als auch die Beratungskompetenz, um Sie beim Aufbau oder der Verbesserung Ihres Lerntechnologie-Stacks zu unterstützen.

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