
Psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Teams. Dieser Artikel stellt E-Learning-Strategien vor, die Ihnen dabei helfen, psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen und gleichzeitig Ihr Engagement für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion zu stärken.
Die Schaffung psychologischer Sicherheit am Arbeitsplatz erfordert bewusste und konsequente Anstrengungen. Psychologische Sicherheit ist das Gefühl der Mitarbeiter, dass es nicht nur in Ordnung, sondern sogar wünschenswert ist, wenn sie sich bei der Arbeit ganz so geben, wie sie sind. Es bedeutet, dass Mitarbeiter sich sicher fühlen, ihre Meinungen, Gedanken und Ideen zu äußern, ohne befürchten zu müssen, dass ihnen Fehler vorgehalten werden und dass Fehler ihre Position oder ihren Arbeitsplatz gefährden. Es bedeutet auch, dass Mitarbeiter sich sicher fühlen, angemessen kalkulierte Risiken einzugehen.
Es ist allgemein anerkannt, dass die Schaffung psychologischer Sicherheit am Arbeitsplatz der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Teams und eines Unternehmens ist.
Viele Unternehmen arbeiten daran, ihre Schulungen zu Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion bei Einstellungs- und Beförderungsverfahren zu verbessern, in der Annahme, dass dies Raum für vielfältigeres Denken schaffen wird. Dies geschieht jedoch nicht von selbst.
Da zudem immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitenden die Wahl lassen, ins Büro zurückzukehren oder remote zu arbeiten – ein hybrides Arbeitsmodell –, wird es für Führungskräfte und Schulungsabteilungen immer wichtiger, sich auf die Schaffung psychologischer Sicherheit am Arbeitsplatz zu konzentrieren. Das hybride Arbeitsmodell schafft Herausforderungen, die viele Menschen fast unbewusst bewältigten, als sie noch in persönlichen Interaktionen zusammenarbeiteten.
Laut einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2017 gaben nur 3 von 10 Mitarbeitenden an, sich am Arbeitsplatz psychologisch sicher zu fühlen. Da Unternehmen das hybride Arbeitsmodell zunehmend einführen, werden Teams in folgenden Bereichen vielfältiger:
Vielfältige Teams, die psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz schaffen, profitieren in der Regel, da sich die Mitarbeitenden entfalten können, was ihnen ermöglicht:
Während Führungskräfte und L&D-Teams daran arbeiten, psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen, gibt es neben veralteten und überholten Traditionen mehrere Hindernisse, die dem im Wege stehen.
Erstens nutzen manche Führungskräfte und Mitarbeiter öffentliche Bloßstellung und Demütigung, um Teammitglieder zu schikanieren und sich selbst zu profilieren. Dies schafft zwei Probleme: Erstens ein Umfeld, in dem nur die lauteste Stimme im Raum gehört wird, und zweitens zögern diejenigen aus weniger privilegierten Positionen, sich zu Wort zu melden. Beide Folgen führen zu einem Mangel an Kreativität und Innovation. Führungskräfte müssen, falls nötig, daran denken, privat zu tadeln und zu korrigieren und öffentlich zu loben.
Zweitens fühlen sich einige Mitarbeiter möglicherweise gefährdet, degradiert oder entlassen zu werden, wenn sie ihre Meinung äußern oder – was in manchen Organisationen noch schwerer wiegt – einen Fehler begehen, ohne zuvor um Erlaubnis gebeten zu haben.
Werden zudem negativer Klatsch und Einschüchterung gefördert oder geduldet, geht das Gefühl psychologischer Sicherheit verloren.
L&D-Teams befinden sich in einer einzigartigen Position, um psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu fördern. Dies lässt sich erreichen, indem Sie folgende Elemente in Ihre E-Learning-Programme integrieren:
Die folgenden E-Learning-Strategien können eingesetzt werden, um psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen:
Zwar ist klar, dass DEI für leistungsstarke Organisationen von entscheidender Bedeutung ist, doch können L&D-Teams Unternehmen die Möglichkeit bieten, psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen, indem sie die Vorteile von E-Learning-Programmen nutzen. Unternehmen und einzelne Teams sollten daher eng mit ihren L&D-Abteilungen zusammenarbeiten, um wirksame Praktiken aktiv zu integrieren und so proaktiv psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Unternehmenskultur zu fördern.
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Referenz
Dieser Artikel wurde erstmals in Training Industry veröffentlicht.