All Blogs
/
10 Vorteile des informellen Lernens am Arbeitsplatz

10 Vorteile des informellen Lernens am Arbeitsplatz

September 26, 2017
Entdecken Sie mit KI
Teile es auf

Zusammenfassung

Informal learning helps employees build knowledge naturally through everyday experiences, peer interactions, and self-directed exploration. When combined with formal training, it strengthens continuous learning, accelerates skill application, and creates a more agile, collaborative, and performance-driven workplace culture.

Informelles Lernen ist selbstgesteuertes Lernen, das von der Leidenschaft und Motivation der Lernenden angetrieben wird. Dieser Artikel beschreibt die Unterschiede zwischen formalem und informellem Lernen und zeigt, wie Sie informelles Lernen am Arbeitsplatz nutzen können.

Informelles Lernen am Arbeitsplatz

Informelles Lernen am Arbeitsplatz umfasst verschiedene unstrukturierte, nicht-formale Methoden, durch die Mitarbeitende Wissen und Fähigkeiten erwerben. Dies kann durch alltägliche Aktivitäten, Interaktionen und Erfahrungen geschehen, die Teil ihrer regulären Arbeitsroutine sind. Zu den wichtigsten Aspekten gehören:

  • Lernen aus täglichen Aufgaben und Projekten.
  • Zusammenarbeit und Wissensaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.
  • Einholen und Geben von Feedback.
  • Nutzung von Unternehmensressourcen wie internen Wissensdatenbanken.
  • Teilnahme an informellen Diskussionen und Besprechungen.

Diese Form des Lernens fördert die Anpassungsfähigkeit und die Problemlösungsfähigkeiten und trägt in einem praktischen Kontext zur kontinuierlichen persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung bei.

Während die Meinungen über die Vorteile und Auswirkungen informeller Schulungen geteilt sind, bin ich der Ansicht, dass es sinnvoller ist, eine ausgewogene Mischung beider Ansätze am Arbeitsplatz zu fördern, anstatt eine Debatte über formelle versus informelle Schulungen zu führen. Diese integrierte Vorgehensweise kann den Schulungsbedarf und die Lernziele Ihres Unternehmens erfüllen und – was noch wichtiger ist – dazu beitragen, eine Kultur zu schaffen, die „Lernen als Kontinuum“ fördert.

Was ist formelles Lernen?

Formales Lernen ist strukturiertes Lernen, das durch Programme vermittelt wird, die online, im Präsenzunterricht (Instructor Led Training oder ILT) oder als Blended Learning stattfinden können.

Auf der Grundlage einer Schulungsbedarfsanalyse (TNA) werden Lernziele ermittelt und spezifische Schulungsprogramme entwickelt, um diese zu erreichen. Diese können als Präsenzschulungen (ILT), online (E-Learning oder M-Learning) oder als Blended Learning angeboten werden.

Die Erstellung formaler Schulungsprogramme erfordert spezialisiertes Fachwissen und den Zugang zu einem vielfältigen Talentpool, bestehend aus Fachexperten, Instructional Designern, Visual Designern, Technologieexperten und so weiter. Dies ist mit hohen Kosten und längeren Vorlaufzeiten für die Entwicklung und Bereitstellung verbunden.

L&D-Teams legen in Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen fest, wie formelle Schulungen durchgeführt, nachverfolgt und genutzt werden sollen.

Was ist informelles Lernen?

Informelles Lernen hingegen gibt den Lernenden die Kontrolle, Lerninhalte aus verschiedenen Quellen auszuwählen, basierend auf ihren Interessen, Vorlieben und der Relevanz. Diese können im eigenen Tempo der Lernenden genutzt werden.

Informelles Lernen muss nicht ausschließlich auf strukturierten Inhalten basieren; es kann zu jeder Tageszeit stattfinden, einschließlich Interaktionen mit Kollegen, Vorgesetzten oder Coaches.

  • Als logische Folge davon folgt informelles Lernen keiner festgelegten Methodik – ein Merkmal, das oft mit formellem Lernen in Verbindung gebracht wird.
  • Sie werden feststellen, dass informelles Lernen es uns ermöglicht, unsere Neugier zu stillen, und dabei hilft, unser Wissen zu erweitern, eine neue Technik zu erlernen oder eine bestehende Fähigkeit zu verfeinern.
  • Es ist spontan und kann jederzeit stattfinden, wenn der Lernende etwas sieht, das seine Neugier weckt oder einen Mehrwert für seine Arbeit darstellt.

Es ist erwähnenswert, dass der Erfolg informellen Lernens maßgeblich von den Lernenden selbst abhängt. Das Profil einer Person, die in informelles Lernen investiert, ist typischerweise das einer zielorientierten, stets darauf bedachten, Neues zu entdecken, zu experimentieren und zu lernen.

Welche Vorteile bietet das informelle Lernen?

Informelles Lernen, das an das natürliche, explorative Lernen erinnert, das wir als Kinder erleben, bietet eine Reihe einzigartiger Vorteile, insbesondere in der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung. Als Erwachsene hat sich unsere Herangehensweise an das Lernen weiterentwickelt; wir schätzen Autonomie und die Möglichkeit, unseren Lernweg selbst zu steuern. Informelles Lernen geht auf diese Bedürfnisse ein und bietet eine persönlichere und selbstbestimmte Lernerfahrung. Schauen wir uns die konkreten Vorteile an, die es den Lernenden bringt:

Vorteile für die Lernenden

  1. Lernendenorientierter Fokus & selbstgesteuertes Lernen:

Es befähigt die Lernenden, ihren eigenen Lernweg zu gestalten und sich auf Themen zu konzentrieren, die für sie persönlich relevant und interessant sind. Diese Autonomie beim Lernen führt zu einem stärkeren Engagement und einem tieferen Verständnis des Themas.

  1. Autonomie, Erfüllung und Eigenmotivation:

Informelles Lernen ermöglicht die Kontrolle darüber, was, wann und wie gelernt wird. Diese Autonomie führt zu einer erfüllenderen und intrinsisch motivierten Lernerfahrung, da die Lernenden nicht durch starre Strukturen oder äußeren Druck eingeschränkt sind.

  1. Angenehme und stressfreie Erfahrung:

Ohne den Druck formeller Bewertungen und Fristen gestaltet sich informelles Lernen als angenehmere und stressfreiere Erfahrung. Dieser entspannte Ansatz trägt dazu bei, das Interesse aufrechtzuerhalten und die Lernmotivation zu stärken.

  1. Flexibilität, Zugänglichkeit und keine Vorkenntnisse erforderlich:

Der unstrukturierte Charakter des informellen Lernens ermöglicht es den Lernenden, eine breite Palette von Themen in ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihrem aktuellen Verständnisniveau zu erkunden, wodurch das Lernen zugänglicher und anpassungsfähiger wird.

  1. Langeweile wird reduziert und neue Interessen können geweckt werden:

Die Vielfalt und Spontaneität des informellen Lernens gestaltet den Lernprozess spannend und kann zur Entdeckung neuer Interessen und Leidenschaften führen.

  1. Sofortige Anwendung und flexibles Tempo:

Durch informelles Lernen erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse lassen sich unmittelbar in realen Situationen anwenden. Diese praktische Anwendung, kombiniert mit der Möglichkeit, im eigenen Tempo zu lernen, verbessert die gesamte Lernerfahrung.

So wie informelles Lernen dem Einzelnen zugutekommt, bringt es auch messbare Vorteile für Organisationen mit sich.

Vorteile für das Unternehmen

  1. Spart Zeit, Geld und Ressourcen & ist kosteneffizient:

Informelles Lernen verringert den Bedarf an strukturierten, häufig kostenintensiven Schulungsprogrammen, wodurch das Unternehmen Zeit und finanzielle Ressourcen einspart und gleichzeitig die Kompetenzen der Mitarbeitenden fördert.

  1. Es fördert eine Lernkultur und kontinuierliches Lernen:

Die Pflege einer Kultur des informellen Lernens innerhalb einer Organisation fördert die kontinuierliche persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Diese Kultur schafft ein Umfeld des ständigen Lernens und des Wissensaustauschs.

  1. Einfacher Wissensaustausch und Lernen von jedem:

Informelles Lernen fördert einen natürlicheren und häufigeren Austausch von Wissen und Ideen am Arbeitsplatz. Dies kann zu innovativeren Lösungen und einem geschlosseneren Teamklima führen.

  1. Autonomie, Erfüllung und Eigenmotivation der Mitarbeitenden:

Wenn Mitarbeiter die Freiheit erhalten, informell zu lernen, erleben sie häufig eine höhere Arbeitszufriedenheit und Motivation. Diese Autonomie beim Lernen kann zu einem gesteigerten Engagement und einer höheren Produktivität der Mitarbeiter führen.

Auf welche Weise kann informelles Lernen am Arbeitsplatz stattfinden?

Informelles Lernen am Arbeitsplatz erfolgt über alltägliche Interaktionen und Erfahrungen. Beispiele hierfür sind:

  • Praktischer Wissensaustausch: Das Besprechen von Strategien, beispielsweise wie ein bestimmter Verkaufsabschluss zustande kam, während informeller Gespräche vor Besprechungen.
  • Effizienz-Tipps: Austausch von Best Practices, die Aufgaben rationalisieren oder Prozesse verbessern.
  • Training am Arbeitsplatz: Unterstützung eines neuen Kollegen bei der Nutzung von Unternehmens-Tools oder -Software in einer ungezwungenen Atmosphäre.
  • Informationsaustausch: Weiterleiten relevanter Newsletter oder Artikel, die einen Bezug zu laufenden Projekten oder Herausforderungen herstellen.
  • Selbstgesteuerte Online-Recherche: Nachschlagen von Tipps oder Strategien für die Führung neuer Teammitglieder oder die Bewältigung neuer Herausforderungen.

Um solches Lernen zu fördern, können Unternehmen:

  • Halbstrukturierte Foren bereitstellen: Plattformen einrichten, auf denen Mitarbeiter Wissen und Erfahrungen austauschen können.
  • Relevante Inhalte kuratieren: Zugang zu Ressourcen bieten, die beim Lernen und bei der Weiterentwicklung helfen können.
  • Flexibilität beim Austausch fördern: Den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Erkenntnisse und Lösungen einzubringen, insbesondere in Bezug auf spezifische Unternehmensziele oder Herausforderungen.

Sobald informelles Lernen fester Bestandteil Ihrer Arbeitsplatzkultur geworden ist, stellt sich die Frage, wie sich dessen Auswirkungen adäquat bewerten lassen.

Wie lässt sich die Wirkung informellen Lernens messen?

Im Gegensatz zu formalen Schulungen liefert informelles Lernen keine leicht nachverfolgbaren Abschlussquoten. Seine Auswirkungen lassen sich jedoch dennoch anhand qualitativer und datengestützter Indikatoren messen:

  • Leistungskennzahlen: Verfolgen Sie Verbesserungen bei der Aufgabeneffizienz, der Innovationsrate oder der Zeit bis zur Problemlösung.
  • Analysen zum Wissensaustausch: Beobachten Sie die Beteiligung an Diskussionsforen, internen Wikis oder Chat-Kanälen.
  • Mitarbeiterfeedback und Selbsteinschätzungen: Nutzen Sie Pulsumfragen oder Reflexionsprotokolle, um das empfundene Wachstum und die Zufriedenheit zu messen.
  • Beobachtungen von Führungskräften: Sammeln Sie anekdotische Belege für Verhaltensänderungen oder eine verbesserte Zusammenarbeit.
  • Experience API (xAPI): Nutzen Sie fortschrittliche Tracking-Tools, um Lernprozesse zu erfassen, die außerhalb formaler Systeme stattfinden.

Indem sie diese Indikatoren mit Geschäftsergebnissen wie Produktivitätssteigerungen oder reduzierten Supportanfragen verknüpfen, können L&D-Teams einen greifbaren ROI für informelles Lernen nachweisen.

Trotz seiner Vorteile ist informelles Lernen nicht ohne Hürden. Im Folgenden erfahren Sie, wie Unternehmen diese meistern können.

Herausforderungen des informellen Lernens und wie man sie bewältigt

Informelles Lernen bietet zwar Flexibilität, bringt aber auch Herausforderungen mit sich, denen sich Unternehmen stellen müssen:

  1. Mangel an Struktur und Transparenz:
    Da informelles Lernen selbstgesteuert verläuft, lässt es sich nur schwer überwachen. Lösung: Führen Sie ein einfaches Tracking ein (z. B. durch den Austausch von Highlights oder Erkenntnissen in Teambesprechungen), um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.
  2. Informationsüberflutung:
    Lernende greifen möglicherweise auf zu viele unüberprüfte oder irrelevante Inhalte zu. Lösung: Kuratieren Sie vertrauenswürdige interne und externe Quellen, um die Erkundung zu lenken.
  3. Ungleicher Zugang zu Lernmöglichkeiten:
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit stärkeren Netzwerken lernen häufig informeller. Lösung: Fördern Sie inklusive Foren, Mentorenprogramme und den Wissensaustausch zwischen Teams.
  4. Messung der Wirkung:
    Der ROI ist weniger greifbar. Lösung: Kombinieren Sie Leistungsdaten, Feedback-Schleifen und Erkenntnisse von Führungskräften, um ein ganzheitliches Bild der Wirkung zu erhalten.

Werden diese Herausforderungen gezielt angegangen, lassen sie sich in Chancen verwandeln, um eine vernetzte, selbstgesteuerte Lernkultur zu fördern.

Fazit

Die Integration von informellem Lernen in formale Programme kann die allgemeine Lernerfahrung verbessern und einen dynamischeren Austausch von Ideen und Best Practices vor oder nach formellen Sitzungen ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

  1. Wie unterscheidet sich informelles Lernen vom formalen Lernen?
    Formales Lernen ist strukturiert und geplant, oft mit festgelegten Zielen und Zeitplänen. Informelles Lernen hingegen findet organisch durch tägliche Erfahrungen, Interaktionen und Erkundungen statt.
  2. Kann informelles Lernen formales Training ersetzen?
    Nein. Es ergänzt formales Training, indem es Wissen vertieft und in einen Kontext setzt. Ein gemischter Ansatz gewährleistet sowohl strukturierte Entwicklung als auch kontinuierliches, erfahrungsbasiertes Lernen.
  3. Wie können Unternehmen informelles Lernen fördern?
    Indem sie Räume für Zusammenarbeit schaffen, Peer-to-Peer-Lernen fördern, leicht zugängliche Ressourcen bereitstellen und Mitarbeiter würdigen, die Wissen teilen oder andere betreuen.
  4. Welche Tools unterstützen informelles Lernen?
    Tools wie interne soziale Netzwerke, Diskussionsforen, Chat-Kanäle, Wikis, digitale Bibliotheken und Microlearning-Plattformen fördern kontinuierliches Lernen und den Wissensaustausch.
  5. Wie können Unternehmen informelles Lernen nachverfolgen oder messen?
    Durch qualitative und quantitative Kennzahlen wie Leistungsverbesserungen, Mitarbeiterfeedback, Engagement-Analysen und Tracking-Frameworks wie Experience API (xAPI).

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Kein Spam. Nur die neuesten Veröffentlichungen und Tipps, interessante Artikel und exklusive Interviews – jede Woche in deinem Posteingang.
Dieses Feld darf nicht leer sein
Dieses Feld darf nicht leer sein
Geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein
Geben Sie Ihren Firmennamen ein
Geben Sie Ihre Rolle ein
Vielen Dank für
Ihre Anmeldung!
Hoppla! Beim Absenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.