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So fördern Sie informelles Lernen in Remote-Teams: 9 Strategien, die funktionieren

So fördern Sie informelles Lernen in Remote-Teams: 9 Strategien, die funktionieren

September 2, 2020
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Zusammenfassung

Discover 9 actionable strategies to foster informal learning in remote and hybrid teams. Learn how organizations can strengthen collaboration, knowledge sharing, continuous learning, and employee engagement by embedding learning naturally into daily workflows and digital ecosystems.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen für die Personalentwicklung zuständig sind, haben Sie wahrscheinlich bereits die Kluft gespürt, die durch Remote- und Hybridarbeit entsteht. Strukturiertes Lernen läuft zwar weiterhin reibungslos, da Kurse zugewiesen werden und Workshops planmäßig stattfinden, doch informelles Lernen gerät zunehmend ins Hintertreffen. Der
schnelle Austausch unter Kollegen, ungeplantes Mentoring und spontaner Wissensaustausch werden seltener. Dies ist nicht nur eine kulturelle Kluft; es verlangsamt die Einarbeitung, schwächt die Zusammenarbeit und belastet Ihr Lernökosystem.
Informelles Lernen muss jedoch nicht gänzlich verschwinden. Mit den richtigen Impulsen, geeigneten Räumen und angemessener Anerkennung lassen sich diese Momente auch virtuell und in großem Maßstab wiederherstellen.
Dieser Artikel skizziert neun praktische Strategien, die Sie dabei unterstützen und eine stärkere, sich selbst tragende Lernkultur fördern, die nicht auf Mikromanagement angewiesen ist.

TL;DR: Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Informelles Lernen verschwindet in Remote-Teams nicht; es muss lediglich gezielter gestaltet werden. Ohne räumliche Nähe ist es wichtig, bewusst neue Momente des echten Wissenstransfers zu schaffen.
  • Neun gezielte Strategien können informelles Lernen in den täglichen Arbeitsablauf Ihres Teams integrieren. Dazu gehören Taktiken wie „Working out Loud“, die Nutzung von Peer-Feedback und das Erfassen von implizitem Wissen durch leichtes Storytelling.
  • Der eigentliche Business Case liegt in der Leistung, nicht in der Teilnahme. Richtig umgesetzt beschleunigt informelles Lernen die Einarbeitung, vertieft die Zusammenarbeit und stärkt die Kultur, ohne zusätzliche formelle Schulungsstunden zu erfordern.
  • Anerkennung ist dabei von entscheidender Bedeutung: Wenn Sie Verhaltensweisen wie Wissensaustausch und Reflexion in Leistungsbeurteilungen honorieren, signalisieren Sie, dass informelles Lernen eine Priorität und kein nachträglicher Einfall ist.
  • EI unterstützt Unternehmen dabei, informelle Lernökosysteme aufzubauen, die sich auf natürliche Weise skalieren lassen. Unser Ansatz kombiniert menschenzentriertes Design, Plattformintegration und Branchenexpertise, um Lernen nahtlos in den Geschäftsablauf zu integrieren.

Warum informelles Lernen in Remote- und Hybrid-Arbeitsumgebungen wichtiger ist

An verteilten Arbeitsplätzen ist der informelle Austausch von Ideen von entscheidender Bedeutung, da er es Ihren Lernteams ermöglicht, auf dem Laufenden, aufeinander abgestimmt und belastbar zu bleiben. Er fördert die kulturelle Bindung, beschleunigt den Kompetenzaufbau und schließt die kritischen Lücken, die strukturierte Schulungen nicht immer abdecken können.

Dies zu erreichen erfordert jedoch Bedacht und Absicht; es geschieht nicht von selbst. Folgendes riskieren Sie ohne eine Strategie für informelles Lernen zu verlieren:

  • Tacit Knowledge wird in der Regel durch Shadowing oder kurze Rückmeldungen von Kollegen weitergegeben.
  • Mentoring durch Kollegen und funktionsübergreifende Einblicke, die die Entscheidungsfindung in Echtzeit bereichern.
  • Dynamik für kontinuierliches Lernen, die nicht von formalen Programmen abhängt.
  • Kulturelle Signale und Verhaltensvorbilder, die prägen, wie Menschen „hier Dinge tun“.
  • Querverbundene Zusammenarbeit und Vertrauensbildung über Teams oder Funktionen hinweg.
  • Effektivität von Einarbeitungsprogrammen, insbesondere für neue Mitarbeiter, denen eine organische Integration fehlt.

Eine durchdachte Strategie bringt diese Elemente zurück, ohne sie aufzuzwingen. Wenn sie gut konzipiert ist, passt sie zur Arbeitsweise Ihrer Mitarbeiter und fördert das Lernen dort, wo es am wichtigsten ist.

Bei EI haben wir diese Erkenntnisse aus Projekten in verschiedenen Branchen gewonnen, in denen informelles Lernen nicht nur ein kulturelles „Nice-to-have“, sondern ein Leistungsmotor war.

9 umsetzbare Strategien zur Förderung informellen Lernens in Remote-Teams

Informelles Lernen benötigt keine separate Plattform oder einen festen Termin im Kalender; es braucht lediglich die richtigen Bedingungen, um sich auf natürliche Weise in den Arbeitsabläufen des Remote-Trainings zu entfalten.

Die im Folgenden vorgestellten Strategien sind darauf ausgelegt, diese Bedingungen in die Systeme und Abläufe zu integrieren, die Ihre Mitarbeiter bereits nutzen:

1. Schaffen Sie einen digitalen Raum für den Wissensaustausch

Ohne einen zentralen Raum zum Austausch von Know-how fällt es Remote-Teams schwer, wiederholbare Lösungen zu finden und Wissensdopplungen zu vermeiden. Um dem entgegenzuwirken, richten Sie dauerhafte digitale Kanäle ein, die zu ungezwungenen Beiträgen anregen und das Gefühl vermitteln, dass Wissen gemeinschaftlich genutzt wird.

So geht’s:

  • Nutzen Sie dabei die Tools, mit denen Ihre Teams bereits vertraut sind – etwa Slack, Teams, Confluence oder Notion.
  • Richten Sie spezielle Bereiche für Beiträge zum Thema „So habe ich das Problem gelöst“, FAQs und Tool-Tipps ein.
  • Ermutigen Sie zum Taggen, um andere organisch in Folge-Diskussionen einzubeziehen.
  • Würdigen Sie Beiträge, um die Sichtbarkeit zu normalisieren.

Das Ziel ist es, den Wissensaustausch zu einer natürlichen Erweiterung der Arbeit zu machen, anstatt ihn als separate Aufgabe zu behandeln.

2. Bilden Sie Mitarbeiterpaare über Remote-Buddy-Systeme

Organisches Lernen unter Kollegen findet ohne Nähe nicht statt, aber strukturierte Paarungen können dies wiederherstellen. Nutzen Sie Buddy-Systeme, um Verbindungen, Kontext und Vertrauen aufzubauen. Stellen Sie sicher, dass Sie:

  • Funktionsübergreifende Paarungen bilden, um Silos aufzubrechen und Lernende mit neuen Entscheidungsmodellen vertraut zu machen.
  • alle paar Monate rotieren, um den Horizont zu erweitern.
  • Leichte Anstöße, Eisbrecher oder Lernthemen bereitstellen, um die Interaktion zu lenken.

Dies fördert das Zugehörigkeitsgefühl, stärkt die Unternehmenskultur und stellt sicher, dass Wissen nicht in Silos verbleibt.

3. Fördern Sie „Working Out Loud“

Eine der schnellsten Methoden, implizites Wissen zu erschließen, besteht darin, Denkprozesse sichtbar zu machen. Ermutigen Sie Teammitglieder, Fortschritte, Entscheidungen und Hindernisse offen zu teilen:

  • Nutzen Sie kurze asynchrone Updates, wie Loom oder Sprachnotizen, um über laufende Arbeiten zu berichten.
  • Richten Sie „Build in Public“-Kanäle für laufende Projekte ein.
  • Stärken Sie Transparenz als Zeichen des Vertrauens und als Quelle für kollegiales Lernen, auch wenn noch Arbeit zu erledigen ist.

Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, den Denkprozess sichtbar zu machen, um das Lernen unter Kollegen und die Abstimmung zu unterstützen.

4. Informelles Lernen in Leistungsbeurteilungen anerkennen

Was gemessen und anerkannt wird, wird wiederholt. Beginnen Sie damit, Verhaltensweisen anzuerkennen, die informelles Lernen fördern:

  • Heben Sie Teammitglieder hervor, die offen teilen, mentorieren oder reflektieren.
  • Beziehen Sie Beiträge zum kollegialen Lernen in Entwicklungsgespräche ein.
  • Integrieren Sie diese Verhaltensweisen in Ihre Kompetenzrahmen.

Anerkennung fördert Wiederholung, insbesondere wenn sie mit konkreten Handlungen wie Mentoring, dem Teilen von Lösungen oder Beiträgen zu Peer-Learning-Foren verbunden ist.

Insgesamt gedeiht informelles Lernen, wenn es in den Alltag eingebunden ist, und diese Strategien tragen dazu bei, dies zu ermöglichen.

5. Feiern Sie Lernmomente in den täglichen Standup-Meetings

Tägliche Rituale bieten einen idealen Rahmen, um informelles Lernen sichtbar zu machen. Verankern Sie Reflexion als skalierbaren Verhaltensmotor, der kontinuierliches Lernen unterstützt:

  • Fragen Sie: „Was haben Sie gestern gelernt?“.
  • Ermutigen Sie zu prägnanten Beiträgen, die ohne Druck für Kontinuität sorgen, anstatt eine erzwungene Teilnahme zu fördern.
  • Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen, um die Akzeptanz zu fördern.

Kleine, gemeinsam geteilte Lernerfahrungen schaffen Dynamik und signalisieren, dass Wachstum kontinuierlich stattfindet und nicht nur sporadisch.

6. Nutzen Sie On-Demand-Geschichten, um das Lernen unter Kollegen zu skalieren

Manchmal entsteht das beste Lernen dadurch, dass man Kollegen zuhört, die fachspezifische Erkenntnisse teilen. Dies macht interne Experten zudem zu informellen Geschichtenerzählern:

  • Stellen Sie kurze Audio- oder Videoclips auf Ihrem LMS oder Intranet bereit.
  • Konzentrieren Sie sich auf gelöste Herausforderungen, durchgeführte Experimente oder gewonnene Erkenntnisse.
  • Minimieren Sie den Produktionsaufwand, damit interne Experten schnell Beiträge leisten können, ohne Arbeitsabläufe zu stören.

Auf diese Weise wird informelles Wissen teamübergreifend verbreitet, ohne dass man auf geplante Sitzungen angewiesen ist.

7. Machen Sie Feedback von Kollegen zu einem Lernimpuls

Gestalten Sie das Peer-Feedback so, dass übertragbare Erkenntnisse im Vordergrund stehen:

  • Formulieren Sie Kommentare so, dass sie sich darauf beziehen, was jemand durch Beobachtung gelernt hat.
  • Nutzen Sie Nachbesprechungen unter Kollegen, um reproduzierbare Strategien aufzudecken und angewandte Fähigkeiten zu festigen.
  • Dokumentieren Sie diese Erkenntnisse in Team-Retrospektiven oder Besprechungen.

Richtig umgesetzt wird Feedback zu einem Lernkreislauf und nicht nur zu einer Leistungsüberprüfung.

8. Nutzen Sie soziale Umfragen, um Diskussionen anzuregen

Umfragen dienen nicht nur dazu, Meinungen einzuholen; sie können auch ehrliche Gespräche anstoßen. Nutzen Sie sie, um Wissenslücken aufzudecken, Annahmen zu überprüfen oder Ideen zu sammeln:

  • Führen Sie wöchentliche Umfragen durch, die sich auf die tatsächliche Arbeit oder die Prioritäten eines Teams beziehen.
  • Schließen Sie im selben Thread mit offenen Fragen an.
  • Heben Sie unerwartete Erkenntnisse bei Team-Synchronisierungen hervor.

Auf diese Weise lassen sich passive Tools in wirkungsvolle Lernimpulse verwandeln.

9. Verwandeln Sie Projekterfahrungen in übertragbare Erkenntnisse

Die Geschichten hinter Erfolg oder Misserfolg bergen oft die wertvollsten Lektionen. Richten Sie strukturierte Berührungspunkte für den Wissensaustausch ein:

  • Bitten Sie nach größeren Projekten um Rückblicke „hinter den Kulissen“.
  • Nutzen Sie Teambesprechungen, um Entscheidungsprozesse und nicht nur Ergebnisse zu beleuchten.
  • Dokumentieren Sie wichtige Erkenntnisse in einer informellen Wissensdatenbank.

Storytelling schafft ein gemeinsames Verständnis auf eine Weise, wie es Stichpunkte nicht können.

Wie EI Ihnen hilft, informelles Lernen in großem Maßstab zu gestalten

Informelles Lernen sollte nicht dem Zufall überlassen werden, insbesondere in Remote- und Hybrid-Umgebungen, in denen ein organischer Wissensaustausch nicht selbstverständlich entsteht. Mit dem richtigen Design wird es jedoch zu einem stillen Motor für Kompetenz, Zusammenarbeit und Kultur.

Bei EI haben wir Unternehmenskunden dabei unterstützt, diese Verhaltensweisen in bestehende Systeme zu integrieren, ohne zusätzlichen Aufwand zu verursachen.

Unsere Lösungen basieren auf Lernwissenschaft, stützen sich auf digitale Erfahrung und sind so konzipiert, dass sie branchenübergreifend skalierbar sind. Wir unterstützen Sie dabei:

  • Plattformen zu schaffen, die selbstgesteuertes Lernen, soziale Zusammenarbeit und Wissenskuration unterstützen.
  • Informelles Lernen in Ihre Unternehmensschulungsziele zu integrieren, um Verhaltensänderungen zu verstärken.
  • Gesunde Lernökosysteme aufzubauen, die sich mit Ihrer Belegschaft und Ihren geschäftlichen Anforderungen weiterentwickeln.
  • Kontinuierliche Lernzyklen mithilfe umfassender Leistungsunterstützung in Echtzeit zu aktivieren.

Ganz gleich, ob Sie in der Finanzdienstleistungsbranche, im Gesundheitswesen, in der Fertigungsindustrie, im Einzelhandel oder im öffentlichen Sektor tätig sind – wir bringen fundiertes Branchenwissen mit, um Ihre Lernkultur zukunftssicher zu machen.

Sind Sie bereit, informelles Lernen zu einer unternehmerischen Kompetenz zu machen? Sprechen Sie noch heute mit unseren Beratern, um eine
skalierbare Lernkultur zu gestalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1. Was ist informelles Lernen und warum ist es für Remote-Teams wichtig?

Informelles Lernen ist das alltägliche, erfahrungsorientierte Lernen, das außerhalb formaler Programme stattfindet: durch Gespräche unter Kollegen, kurze Nachbesprechungen und gemeinsame Problemlösung. In Remote-Teams, in denen die räumliche Nähe fehlt, müssen diese Lernmomente bewusst gefördert werden, um den Wissensfluss aufrechtzuerhalten und die Teams miteinander zu verbinden.

F2. Wie kann ich die Wirkung von informellem Lernen messen?

Konzentrieren Sie sich auf Verhaltens- und Leistungsindikatoren. Achten Sie auf eine schnellere Einarbeitung, mehr teamübergreifende Zusammenarbeit, intensiveres Feedback unter Kollegen und regelmäßigen Wissensaustausch. Dies sind Anzeichen dafür, dass informelles Lernen aufgenommen und angewendet wird.

Frage 3: Wie kann ich Führungskräfte dazu ermutigen, informelles Lernen sichtbar zu unterstützen?

Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie ihre eigenen Lernerfahrungen teilen, den Austausch unter Kollegen fördern und informelle Beiträge bei Beurteilungen und Teambesprechungen anerkennen. Ihre Sichtbarkeit gibt den Ton für die Lernkultur an.

Frage 4: Kann informelles Lernen in formale Lernprogramme integriert werden?

Ja, und das sollte es auch. Nutzen Sie informelle Kanäle zur Ergänzung formeller Schulungen, wie z. B. anschließende Diskussionen unter Kollegen, Beiträge zum Wissensaustausch oder Berichte über praktische Anwendungen. Dies hilft dabei, das Gelernte zu verinnerlichen und weiterzuentwickeln.

Frage 5: Was ist der einfachste Weg, um informelles Lernen virtuell anzustoßen?

Beginnen Sie mit kleinen, leicht umsetzbaren Maßnahmen. Integrieren Sie Reflexionsfragen in Besprechungen, richten Sie einen informellen Lernkanal ein oder stellen Sie kurze Clips zum Wissensaustausch bereit. Beständige, jedoch unaufdringliche Impulse lassen das Lernen auf natürliche und nachhaltige Weise erfolgen.

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