Zusammenfassung
Discover 24 essential virtual training best practices to successfully transition from classroom training to remote learning. Learn how to optimize VILT, blended learning, microlearning, and self-paced online training to improve learner engagement, collaboration, and training effectiveness in a remote work environment.
Wenn Sie zum ersten Mal auf virtuelle Schulungen umsteigen oder eine rasche Umstellung Ihrer Präsenzschulungen auf den virtuellen Modus anstreben, lesen Sie weiter! In diesem Artikel stelle ich Ihnen 24 bewährte Vorgehensweisen für den Übergang von Präsenzschulungen zum Fernunterricht vor.
Hintergrund
: Angesichts von Reisebeschränkungen und Abstandsregeln sind virtuelle Schulungen heute die gefragteste Lösung für den Fernunterricht.
Wenn Sie zum ersten Mal auf virtuelles Training umsteigen oder eine rasche Umstellung Ihrer Präsenzschulungen auf den Fernunterrichtsmodus anstreben, ist die Konzeption und Durchführung eines wirkungsvollen virtuellen Trainings für Fernlernende eine große Herausforderung.
Um Ihnen bei diesem Übergang zum Fernunterricht zu helfen, stelle ich Ihnen einige Best Practices für virtuelles Training vor, die Sie bei der schrittweisen Umstellung Ihrer Präsenz-/ILT-Schulungen auf folgende Modelle anwenden können:
- Virtuelles, von einem Trainer geleitetes Training (VILT) – durchgeführt im synchronen oder asynchronen Modus.
- Blended-Modus.
- Vollständig selbstbestimmter/Online-Modus (E-Learning/mobiles Lernen).
Bewährte Verfahren für virtuelle Schulungen – Für den Modus „Virtual Instructor-Led Training“ (VILT)
Virtuelle, von einem Trainer geleitete Schulungen oder VILT beziehen sich auf Schulungen, die in einer virtuellen oder simulierten Umgebung durchgeführt werden, in der sich der Trainer und der Lernende an zwei verschiedenen Orten befinden.
Angesichts der durch COVID-19 veränderten Dynamik am Arbeitsplatz ist VILT die erste Option, die Sie für die Durchführung Ihrer Präsenzschulungen/ILT-Sitzungen in Betracht ziehen sollten. Dies kann in zwei Modi erfolgen:
- Synchroner Modus – Bietet Live-Verbindungen oder Live-Sitzungen.
- Asynchroner Modus – Bietet Zugang zu VILT-Aufzeichnungen und Begleitmaterialien (Vorbereitungsmaterial und Handouts) über das Internet.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die ILT-Sitzungen, die das Interesse der Lernenden weckten und zu hochgradig interaktiven und wirkungsvollen Schulungen führten, nicht ohne Anpassungen auf einen VILT-Modus übertragen werden können. So ist es beispielsweise unwahrscheinlich, dass die Fernlernenden eine 7-stündige VILT-Sitzung durchhalten – selbst wenn diese von demselben Trainer gehalten wird, der auch die ILT-Sitzung durchgeführt hat.
Stattdessen empfiehlt es sich, wie folgt vorzugehen:
- Planen Sie stattdessen mehrere Sitzungen von maximal 30–45 Minuten ein, die über einen strukturierten Lernpfad angeboten werden.
- Bereichern Sie den Lernprozess durch Interaktionen, Gruppenübungen, den Austausch unter Gleichaltrigen sowie Einzelgespräche mit dem Trainer, um die ILT-Sitzung nachzuahmen.
- Verlagern Sie einen Teil der ILT-Inhalte in Online-Ressourcen.
Hier sind einige Best Practices für virtuelles Training, damit Ihr VILT funktioniert.
- Stellen Sie sicher, dass Sie über eine moderne Plattform mit umfangreichen Funktionen für Ihr virtuelles Klassenzimmer oder VILT verfügen. Eine ideale Plattform sollte einfachen Zugriff, Bildschirmfreigabe, die Integration verschiedener Lernressourcen, Umfragen, Handzeichen, Breakout-Räume und so weiter unterstützen. Sie können auch hochgradig immersive Interaktionen wie Whiteboarding, Design Thinking und spielbasierte Aktivitäten integrieren.
- Beschränken Sie jede Sitzung auf maximal 45 Minuten (vorzugsweise 30 Minuten) und sehen Sie zwischen den Sitzungen eine geplante Pause vor. Planen Sie zudem etwas Pufferzeit ein, um unerwartete Zeitverluste während der Sitzung ausgleichen zu können.
- Nutzen Sie offene Umfragen, Statusoptionen, Chatboxen, Breakout-Räume und ähnliche Funktionen, um die Sitzung interaktiv und ansprechend zu gestalten.
- Formulieren Sie die Sitzungsregeln in einfachen und klaren Sätzen. Dazu können Anweisungen für Breakout-Räume, die Nutzung von Whiteboards, Chats sowie Audio- und Videogeräten gehören.
- Ermutigen Sie alle Teilnehmer, sich einzuwählen, auch wenn sie über VoIP verbunden sind. Dies hilft, Komplikationen zu vermeiden, die durch eine schlechte Internetverbindung entstehen können. Stellen Sie die Ressourcen vor und nach der Sitzung online zur Verfügung, zusammen mit der Aufzeichnung der Sitzung, die die Lernenden durchsehen können.
- Verwenden Sie ein hochwertiges Mikrofon oder Headset und ermutigen Sie die Teilnehmenden, die Audiofunktionen aktiv zu nutzen.
- Überladen Sie Ihre Folien bitte nicht mit zu vielen Informationen. Verwenden Sie möglichst wenig Text auf dem Bildschirm und sprechen Sie den Rest selbst aus, damit die Teilnehmenden bei der Sache bleiben.
- Verwenden Sie Animationen nur in Maßen, da diese bei Online-Präsentationen zu Problemen führen können.
Bewährte Verfahren für virtuelles Training oder ein Blended-Learning-Modell
Blended Learning kombiniert das Beste aus zwei Modellen, nämlich VILT-Sitzungen mit selbstbestimmtem sowie selbstgesteuertem Online-Lernen. Als Mittelweg zwischen den beiden Modellen gilt Blended Learning oft als die optimale Methode für virtuelles Training.
Nachfolgend finden Sie einige Best Practices für virtuelles Training, die Ihnen dabei helfen können, eine effektive Blended-Learning-Lösung zu entwickeln.
- Beginnen Sie damit, zunächst den gesamten Lernprozess zu entwerfen – legen Sie fest, welche Schulungskomponenten im moderierten Modus behandelt werden sollten und welche in den Modus des selbstbestimmten und selbstgesteuerten Online-Trainings (Mobile Learning) umgewandelt werden sollten.
- Bitte beachten Sie, dass sich die Dauer der ILT-Komponenten nicht eins zu eins auf VILT übertragen lässt. Teilen Sie diese daher in kürzere Online-Sitzungen auf und binden Sie passende Online-Ressourcen in das gesamte virtuelle Lernprogramm ein.
- Bereichern Sie die VILT-Sitzungen mit ähnlichen Interaktionen, wie sie im Präsenz-/ILT-Modus Teil des Lernprozesses waren.
- Gestalten Sie den Lernprozess individuell.
- Berücksichtigen Sie den Online-Zugang zu den VILT-Sitzungen und planen Sie zusätzlich die Umgestaltung jeder Sitzung in ein Microlearning-Format – fügen Sie jeder Sitzung Einleitungen, Abschlüsse und Bewertungen hinzu. Dies fördert die virtuelle Nutzung und hilft den Lernenden, jedes Lernziel in ihrem eigenen Tempo zu erreichen.
- Definieren Sie geeignete Bewertungsstrategien, die eine fundierte Beurteilung der Gesamtleistung der Lernenden ermöglichen und während der gesamten Schulung ausreichende Anreize zur aktiven Teilnahme bieten.
- Stellen Sie zudem Online-Ressourcen bereit, darunter nützliche Tipps, Referenzen und Arbeitshilfen, auf die die Teilnehmenden auch nach den Sitzungen unterwegs zugreifen können.
- Planen Sie zudem, das Gelernte gemeinsam mit anderen zu vertiefen (Social Learning) – sowohl mit Kolleginnen und Kollegen als auch mit Moderatorinnen/Moderatoren bzw. Expertinnen/Experten. Hierfür können Techniken wie Foren, Diskussionsstränge (einschließlich moderierter Varianten), das Teilen und Kommentieren usw. genutzt werden.
Bewährte Verfahren für virtuelles Training oder ein vollständig selbstbestimmter/Online-Modus (E-Learning/mobiles Lernen)
Selbstbestimmtes Lernen umfasst heute sowohl E-Learning als auch Mobile Learning.
Hier sind einige Best Practices für virtuelles Training, die den Unterschied ausmachen, indem sie die Vermittlung an die Wünsche der Lernenden anpassen.
- Go Micro – Teilen Sie die Inhalte in kleinere, leicht verdauliche Einheiten auf.
- Nutzen Sie auf Microlearning basierende Lernpfade und setzen Sie immersive, wirkungsvolle Strategien ein, die von AR/VR über Gamification bis hin zu szenariobasiertem Lernen und interaktivem, storybasiertem Lernen reichen. Investieren Sie insbesondere in Video- und interaktives videobasiertes Lernen.
- Passen Sie die Lernreise an die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Lernenden an – sorgen Sie dafür, dass sie relevant und personalisiert ist.
- Stellen Sie sicher, dass die Lernreise eine Kombination aus formalen Lernkursen sowie Ressourcen umfasst, auf die die Lernenden bei Bedarf zurückgreifen können.
- Planen Sie die Lernreise so, dass sie Mikrolern-Einheiten enthält, die es den Lernenden ermöglichen:
- Lernen.
- Anwenden.
- Üben.
- Fordern Sie sie dazu auf, ihr Wissen zu wiederholen/aufzufrischen oder ihr Kompetenzniveau zu steigern.
- Berücksichtigen Sie Just-in-Time-Lernhilfen, auf die sie zugreifen können, wenn sie nicht weiterkommen oder Hilfe bei der Lösung eines Problems benötigen.
- Erstellen Sie Lernpfade, die die Interessen und Ziele der Lernenden abbilden und ihnen als „Karrierewege“ dienen können.
- Nutzen Sie Kuratierung, um die Lernenden in Verbindung zu halten und kontinuierliches Lernen zu ermöglichen.
Ich hoffe, mein Artikel liefert Ihnen die nötigen Anhaltspunkte, wie Sie die vorgestellten Best Practices für virtuelles Training nutzen können, wenn Sie von Präsenzschulungen auf Fernunterricht umsteigen, und wie Sie Ihre virtuellen Schulungen zu einem Erfolg machen können.
Bei konkreten Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung; zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren oder unten einen Kommentar zu hinterlassen.
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