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Was ist mLearning (mobiles Lernen)?

Was ist mLearning (mobiles Lernen)?

April 1, 2022
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Die Zeit nach 2019 ist geprägt von rasanten Veränderungen in der Geschäftswelt. mLearning ist unerlässlich, um schnell neue Kompetenzen zu erwerben oder sich umzuschulen. In diesem Artikel zeige ich Ihnen den Nutzen von mLearning und wie man es im Unternehmensumfeld einsetzt.

Was ist mLearning (Mobile Learning)?

mLearning, oder Mobile Learning, steht für das moderne Paradigma des „Lernens für unterwegs“ und nutzt dabei die Bequemlichkeit und Allgegenwärtigkeit von Smartphones und Tablets. Dieser Ansatz ermöglicht es den Lernenden, nahtlos über verschiedene Geräte hinweg auf Bildungsinhalte zuzugreifen, was perfekt zur sich wandelnden Dynamik des heutigen hybriden Arbeitsumfelds passt.

mLearning deckt dabei geschickt ein breites Spektrum an Schulungsanforderungen ab, darunter formelle Schulungen, informelles Lernen, Just-in-Time-Lernhilfen für den sofortigen Zugriff auf Wissen, selbstgesteuertes Lernen für personalisierte Bildungswege sowie soziales oder kollaboratives Lernen für interaktive, gemeinschaftsbasierte Lernerfahrungen.

Was ist der Unterschied zwischen mLearning und eLearning?

  • Zweck:

Im Gegensatz zu eLearning, das vertiefendes Wissen zu bestimmten Themen vermittelt, konzentriert sich mLearning darauf, kontinuierliches Lernen durch kurze, leicht verdauliche Lektionen für einen schnellen Wissenserwerb zu unterstützen.

  • Lektionsdauer:

eLearning-Module, die umfassende Informationen vermitteln, dauern in der Regel 20 bis 30 Minuten. Im Gegensatz dazu sind mLearning-Module deutlich kürzer gestaltet, meist unter 10 Minuten, und richten sich an Lernende, die schnellen Zugriff auf wichtige Informationen benötigen.

  • Bereitstellungsmethode:

Während eLearning in der Regel über Desktop-PCs oder Laptops genutzt wird, kommen beim mLearning mobile Geräte wie Smartphones und Tablets zum Einsatz, was den Lernenden die Flexibilität bietet, von überall aus auf die Inhalte zuzugreifen.

Welche Vorteile bietet mobiles Lernen?

Vorteile für Lernende

Aus Sicht der Lernenden bietet mLearning folgende Vorteile:

  1. Schulungen unterwegs oder während der Arbeit von zu Hause aus.
  2. On-Demand-Zugriff – jederzeit und überall.
  3. Gibt ihnen die Kontrolle darüber, wann und wie sie Inhalte nutzen.
  4. Es ermöglicht ihnen, Inhalte in ihrem eigenen Tempo zu konsumieren.
  5. Kann bei Bedarf von ihnen abgerufen werden (anstatt ihnen aufgezwungen zu werden).
  6. Es passt sich ihrem Lebensstil an.

Vorteile für Unternehmen und L&D-Teams

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Vorteile, die mLearning Organisationen und L&D-Teams bietet:

  1. Erreicht sowohl Fernlernende als auch ein geografisch verstreutes Publikum.
  2. Höheres Engagement.
  3. Bessere Abschlussquoten.
  4. Einfache Aktualisierung und erneute Bereitstellung.
  5. Geringere Kosten im Vergleich zu Präsenzschulungen/ILT.

Welche Vorteile bietet mLearning in der betrieblichen Weiterbildung?

  • Verfügbarkeit:

mLearning ist ein Online-Training im Selbststudium, das den Lernenden jederzeit und unterwegs auf mobilen Geräten (Tablets und Smartphones) zur Verfügung steht. Im Idealfall wäre dasselbe Training auch auf Desktops/Laptops verfügbar, sodass die Lernenden auf dem Gerät ihrer Wahl lernen können.

  • Benutzerfreundlichkeit:

Die technologische Unterstützung zur Erstellung effektiver mLearning-Inhalte hat Schritt gehalten, und die Palette an Autorentools bietet zahlreiche Optionen. Je nachdem, wie die Schulung genutzt werden soll, können Sie zwischen mobilfreundlichen (adaptiven) oder mobilorientierten (responsiven) Designs wählen.

  • Praktische Größe:

mLearning bietet den Lernenden enorme Flexibilität, auch in Bezug auf den Umfang: Sie können das Gerät wählen, auf dem sie lernen möchten, wann sie lernen möchten und – was am wichtigsten ist – in welchem Tempo sie die Lerninhalte aufnehmen und verarbeiten können.

  • Soziale Komponente:

Wenn Lernende dringend Unterstützung benötigen, werden sie häufig eine Nachricht in einer ihrer WhatsApp-Gruppen oder anderen Chat-Anwendungen hinterlassen (kollaboratives/soziales Lernen). Die veränderte Einstellung der Lernenden in Bezug darauf, das zu erfahren, was sie wissen möchten, rechtfertigt eindeutig die Einführung des mLearning-Ansatzes.

  • Engagement:

Lernende bevorzugen Formate, die sie stärker einbinden. Dazu gehören Formate wie Videos, animierte Videos, interaktive Videos oder Podcasts, die im traditionellen E-Learning keine Rolle spielten, aber ein integraler Bestandteil des mLearning sind.

Herausforderungen von mLearning in der betrieblichen Weiterbildung

  • Technische Einschränkungen:

mLearning-Anwendungen sind von der Software des Geräts abhängig, die durch verschiedene externe Faktoren wie Systemabstürze, veraltete Versionen und Kompatibilitätsprobleme beeinträchtigt werden kann. Diese technischen Unstimmigkeiten können die Wirksamkeit von mLearning-Tools beeinträchtigen.

  • Verbindungsprobleme:

In Gebieten mit eingeschränktem Internetzugang oder unzuverlässiger Stromversorgung, wie beispielsweise in einigen ländlichen Regionen, kann die Umsetzung von mLearning aufgrund dieser infrastrukturellen Einschränkungen eine Herausforderung darstellen.

  • Ablenkungsgefahr:

Da mLearning vornehmlich Mobiltelefone nutzt, besteht die Gefahr, dass soziale Medien oder Spiele die Aufmerksamkeit der Lernenden von den Bildungsinhalten ablenken.

Gestaltungsansätze im mLearning: Mobile-Friendly vs. Mobile-First-Designs

Im Bereich des mLearning gibt es zwei primäre Designansätze: Mobile-Friendly (adaptiv) und Mobile-First (responsive).

Mobile-Friendly (Adaptive) Designs: Diese Designs bieten Unterstützung für mehrere Geräte und passen Inhalte an verschiedene Bildschirmgrößen an, von Laptops bis hin zu Tablets. Sie sind jedoch in erster Linie auf die Nutzungsgewohnheiten von Laptops und Desktops ausgerichtet. Auf Smartphones sind diese Designs im Querformat am effektivsten und weisen im Hochformat möglicherweise übermäßige Leerräume auf, was auf eine Fehlanpassung an typische Smartphone-Interaktionsmuster hindeutet.

Mobile-First-Designs (Responsive): Im Gegensatz dazu werden Mobile-First-Designs in erster Linie für Smartphones entwickelt und später auf Tablets und Desktops ausgeweitet. Dieser Ansatz stellt sicher, dass sich die Inhalte dynamisch an die Bildschirmgröße anpassen und so ein optimales Seherlebnis bieten. Entscheidend ist, dass er zudem die Lerninteraktionen an die natürlichen Nutzungsmuster mobiler Geräte anpasst und dadurch das Nutzerengagement und die Lerneffizienz steigert.

Best Practices für die Gestaltung von mobilem Lernen

  1. Nutzerzentriertes Design: Konzentrieren Sie sich auf intuitive Navigation und benutzerfreundliche Oberflächen.
  2. Responsive Inhalte: Stellen Sie sicher, dass sich die Inhalte an verschiedene Bildschirmgrößen und -ausrichtungen anpassen.
  3. Ansprechende Multimedia-Inhalte: Nutzen Sie eine Mischung aus Text, Bildern, Videos und interaktiven Elementen.
  4. Aufteilung von Informationen: Gliedern Sie Inhalte in kleinere, leicht verdauliche Einheiten.
  5. Barrierefreiheit: Gestalten Sie für unterschiedliche Lernende, einschließlich solcher mit Behinderungen.

Die wachsende Bedeutung von mLearning in der modernen Unternehmenslandschaft

Die Relevanz von mLearning in der heutigen Unternehmenswelt wird durch mehrere Schlüsselfaktoren geprägt, die die anhaltende Entwicklung der Dynamik am Arbeitsplatz widerspiegeln:

  1. Arbeitsumgebungen nach der Pandemie: Die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben das Arbeiten im Homeoffice zur Standardpraxis gemacht, was mLearning-Lösungen erforderlich macht, die auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern im Homeoffice zugeschnitten sind.
  2. Allgegenwärtige Smartphone-Nutzung: Die weit verbreitete tägliche Nutzung von Smartphones macht die Integration von Lerninhalten in diese Geräte zu einem natürlichen und effizienten Schritt.
  3. BYOD-Richtlinien: Immer mehr Unternehmen führen Bring-Your-Own-Device-Richtlinien (BYOD) ein und bieten Lernenden so die Flexibilität, auf ihren bevorzugten Geräten auf Schulungen zuzugreifen.
  4. Nahtlose Lernintegration: Moderne Lernende wünschen sich die Integration von Bildungsressourcen in ihren Arbeitsablauf, um häufige Anmeldungen bei traditionellen Learning Management Systemen (LMS) zu minimieren.
  5. Präferenz für ansprechende Inhaltsformate: Es gibt eine wachsende Vorliebe für ansprechende und interaktive Inhaltsformate wie Videos, animierte Videos, interaktive Videos und Podcasts, die das Lernerlebnis über herkömmliche E-Learning-Methoden hinaus verbessern.

Wie lässt sich mLearning in Unternehmensumgebungen implementieren?

  1. Die besten Tipps für den Erfolg mit mLearning:

Sie können personalisierte Schulungen im mLearning-Format anbieten, um den vielfältigen Schulungsbedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, insbesondere:

  • Im Moment des Bedarfs (Just-in-Time-Lernen oder Performance-Support-Tools).
  • Zum Üben und Erlernen von Fähigkeiten, um im aktuellen Job erfolgreich zu sein.
  • Zur Verbesserung spezifischer Fähigkeiten, die auf die Unternehmensziele abgestimmt sind.
  • Neue Fähigkeiten oder solche, die im Unternehmen gefördert werden sollen.
  • Kompetenzen zur Führungskräfteentwicklung.
  1. Einfaches Onboarding:

Jede betriebliche Schulungsinitiative, einschließlich der Einarbeitung und des Onboardings von Mitarbeitern, die traditionell in Form von Präsenzschulungen durchgeführt wird, könnte von einem mLearning-Ansatz profitieren.

  1. Gestalten Sie Ihr Schulungsprogramm mobilfreundlich:

Wie bereits erwähnt, spiegeln mobilfreundliche Designs den allgemein verbreiteten adaptiven Ansatz bei der Gestaltung von mLearning-Kursen wider. Die Designs unterstützen mehrere Geräte, orientieren sich aber dennoch an der Art und Weise, wie Lernende Laptops/Desktops nutzen.

  1. Nutzen Sie Microlearning, um die Lerneffizienz zu steigern:

Der gezielte Einsatz von Microlearning in Kombination mit mLearning trägt dazu bei, Lernziele zu erreichen – auf Augenhöhe mit anderen Lernstrategien – und sorgt für eine bessere Erinnerung und Beibehaltung des Gelernten.

  1. Nutzen Sie Videoinhalte:

Videos und interaktive Videos sind vielseitige Medien und hervorragende Werkzeuge, die L&D-Teams bei Unternehmensschulungen unterstützen, und mLearning ist der logische Weg, um sie den Lernenden bereitzustellen. Sie können mLearning für videobasiertes Lernen oder interaktives videobasiertes Lernen nutzen, um die Wirkung des Lernens zu steigern:

  • Teaser-Videos, um das Engagement zu steigern und die Lernenden zu motivieren.
  • Konzeptionelle Videos.
  • Videos zur Vermittlung des Kontexts.
  • Videos zur Beschleunigung von Change-Management-Initiativen.
  • Videos, die szenariobasiertes Lernen (SBL) hervorheben, um Veränderungen im Denken und Verhalten voranzutreiben.
  1. Gamification integrieren:

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Gamification und Microlearning in der Online-Schulung können mobile Apps für Schulungen kurze, leicht verdauliche und fokussierte Lerneinheiten nutzen, die über einen gamifizierten Lernpfad präsentiert werden können. Dies verstärkt ihre Wirkung zusätzlich.

  1. Fördern Sie intensives Lernen:

mLearning ermöglicht es Lernenden, unterwegs auf Schulungen zuzugreifen und nahtlos zwischen verschiedenen Lerngeräten zu wechseln – vom Smartphone zum Tablet und anschließend zum Laptop –, sodass das Lernen jederzeit fortgesetzt werden kann, egal ob in der U-Bahn, in der Cafeteria, zu Hause oder am Flughafen.

Abschließende Gedanken

Ich hoffe, dass Ihnen die in diesem Artikel geteilten Erkenntnisse über den Wert und die Bedeutung von mLearning dabei helfen, es effektiv in Ihrer betrieblichen Schulungsumgebung umzusetzen.

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