
Die Zeit nach 2019 ist geprägt von rasanten Veränderungen in der Geschäftswelt. mLearning ist unerlässlich, um schnell neue Kompetenzen zu erwerben oder sich umzuschulen. In diesem Artikel zeige ich Ihnen den Nutzen von mLearning und wie man es im Unternehmensumfeld einsetzt.
mLearning, oder Mobile Learning, steht für das moderne Paradigma des „Lernens für unterwegs“ und nutzt dabei die Bequemlichkeit und Allgegenwärtigkeit von Smartphones und Tablets. Dieser Ansatz ermöglicht es den Lernenden, nahtlos über verschiedene Geräte hinweg auf Bildungsinhalte zuzugreifen, was perfekt zur sich wandelnden Dynamik des heutigen hybriden Arbeitsumfelds passt.
mLearning deckt dabei geschickt ein breites Spektrum an Schulungsanforderungen ab, darunter formelle Schulungen, informelles Lernen, Just-in-Time-Lernhilfen für den sofortigen Zugriff auf Wissen, selbstgesteuertes Lernen für personalisierte Bildungswege sowie soziales oder kollaboratives Lernen für interaktive, gemeinschaftsbasierte Lernerfahrungen.
Im Gegensatz zu eLearning, das vertiefendes Wissen zu bestimmten Themen vermittelt, konzentriert sich mLearning darauf, kontinuierliches Lernen durch kurze, leicht verdauliche Lektionen für einen schnellen Wissenserwerb zu unterstützen.
eLearning-Module, die umfassende Informationen vermitteln, dauern in der Regel 20 bis 30 Minuten. Im Gegensatz dazu sind mLearning-Module deutlich kürzer gestaltet, meist unter 10 Minuten, und richten sich an Lernende, die schnellen Zugriff auf wichtige Informationen benötigen.
Während eLearning in der Regel über Desktop-PCs oder Laptops genutzt wird, kommen beim mLearning mobile Geräte wie Smartphones und Tablets zum Einsatz, was den Lernenden die Flexibilität bietet, von überall aus auf die Inhalte zuzugreifen.
Aus Sicht der Lernenden bietet mLearning folgende Vorteile:
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Vorteile, die mLearning Organisationen und L&D-Teams bietet:
mLearning ist ein Online-Training im Selbststudium, das den Lernenden jederzeit und unterwegs auf mobilen Geräten (Tablets und Smartphones) zur Verfügung steht. Im Idealfall wäre dasselbe Training auch auf Desktops/Laptops verfügbar, sodass die Lernenden auf dem Gerät ihrer Wahl lernen können.
Die technologische Unterstützung zur Erstellung effektiver mLearning-Inhalte hat Schritt gehalten, und die Palette an Autorentools bietet zahlreiche Optionen. Je nachdem, wie die Schulung genutzt werden soll, können Sie zwischen mobilfreundlichen (adaptiven) oder mobilorientierten (responsiven) Designs wählen.
mLearning bietet den Lernenden enorme Flexibilität, auch in Bezug auf den Umfang: Sie können das Gerät wählen, auf dem sie lernen möchten, wann sie lernen möchten und – was am wichtigsten ist – in welchem Tempo sie die Lerninhalte aufnehmen und verarbeiten können.
Wenn Lernende dringend Unterstützung benötigen, werden sie häufig eine Nachricht in einer ihrer WhatsApp-Gruppen oder anderen Chat-Anwendungen hinterlassen (kollaboratives/soziales Lernen). Die veränderte Einstellung der Lernenden in Bezug darauf, das zu erfahren, was sie wissen möchten, rechtfertigt eindeutig die Einführung des mLearning-Ansatzes.
Lernende bevorzugen Formate, die sie stärker einbinden. Dazu gehören Formate wie Videos, animierte Videos, interaktive Videos oder Podcasts, die im traditionellen E-Learning keine Rolle spielten, aber ein integraler Bestandteil des mLearning sind.
mLearning-Anwendungen sind von der Software des Geräts abhängig, die durch verschiedene externe Faktoren wie Systemabstürze, veraltete Versionen und Kompatibilitätsprobleme beeinträchtigt werden kann. Diese technischen Unstimmigkeiten können die Wirksamkeit von mLearning-Tools beeinträchtigen.
In Gebieten mit eingeschränktem Internetzugang oder unzuverlässiger Stromversorgung, wie beispielsweise in einigen ländlichen Regionen, kann die Umsetzung von mLearning aufgrund dieser infrastrukturellen Einschränkungen eine Herausforderung darstellen.
Da mLearning vornehmlich Mobiltelefone nutzt, besteht die Gefahr, dass soziale Medien oder Spiele die Aufmerksamkeit der Lernenden von den Bildungsinhalten ablenken.
Im Bereich des mLearning gibt es zwei primäre Designansätze: Mobile-Friendly (adaptiv) und Mobile-First (responsive).
Mobile-Friendly (Adaptive) Designs: Diese Designs bieten Unterstützung für mehrere Geräte und passen Inhalte an verschiedene Bildschirmgrößen an, von Laptops bis hin zu Tablets. Sie sind jedoch in erster Linie auf die Nutzungsgewohnheiten von Laptops und Desktops ausgerichtet. Auf Smartphones sind diese Designs im Querformat am effektivsten und weisen im Hochformat möglicherweise übermäßige Leerräume auf, was auf eine Fehlanpassung an typische Smartphone-Interaktionsmuster hindeutet.
Mobile-First-Designs (Responsive): Im Gegensatz dazu werden Mobile-First-Designs in erster Linie für Smartphones entwickelt und später auf Tablets und Desktops ausgeweitet. Dieser Ansatz stellt sicher, dass sich die Inhalte dynamisch an die Bildschirmgröße anpassen und so ein optimales Seherlebnis bieten. Entscheidend ist, dass er zudem die Lerninteraktionen an die natürlichen Nutzungsmuster mobiler Geräte anpasst und dadurch das Nutzerengagement und die Lerneffizienz steigert.
Die Relevanz von mLearning in der heutigen Unternehmenswelt wird durch mehrere Schlüsselfaktoren geprägt, die die anhaltende Entwicklung der Dynamik am Arbeitsplatz widerspiegeln:
Sie können personalisierte Schulungen im mLearning-Format anbieten, um den vielfältigen Schulungsbedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, insbesondere:
Jede betriebliche Schulungsinitiative, einschließlich der Einarbeitung und des Onboardings von Mitarbeitern, die traditionell in Form von Präsenzschulungen durchgeführt wird, könnte von einem mLearning-Ansatz profitieren.
Wie bereits erwähnt, spiegeln mobilfreundliche Designs den allgemein verbreiteten adaptiven Ansatz bei der Gestaltung von mLearning-Kursen wider. Die Designs unterstützen mehrere Geräte, orientieren sich aber dennoch an der Art und Weise, wie Lernende Laptops/Desktops nutzen.
Der gezielte Einsatz von Microlearning in Kombination mit mLearning trägt dazu bei, Lernziele zu erreichen – auf Augenhöhe mit anderen Lernstrategien – und sorgt für eine bessere Erinnerung und Beibehaltung des Gelernten.
Videos und interaktive Videos sind vielseitige Medien und hervorragende Werkzeuge, die L&D-Teams bei Unternehmensschulungen unterstützen, und mLearning ist der logische Weg, um sie den Lernenden bereitzustellen. Sie können mLearning für videobasiertes Lernen oder interaktives videobasiertes Lernen nutzen, um die Wirkung des Lernens zu steigern:
Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Gamification und Microlearning in der Online-Schulung können mobile Apps für Schulungen kurze, leicht verdauliche und fokussierte Lerneinheiten nutzen, die über einen gamifizierten Lernpfad präsentiert werden können. Dies verstärkt ihre Wirkung zusätzlich.
mLearning ermöglicht es Lernenden, unterwegs auf Schulungen zuzugreifen und nahtlos zwischen verschiedenen Lerngeräten zu wechseln – vom Smartphone zum Tablet und anschließend zum Laptop –, sodass das Lernen jederzeit fortgesetzt werden kann, egal ob in der U-Bahn, in der Cafeteria, zu Hause oder am Flughafen.
Ich hoffe, dass Ihnen die in diesem Artikel geteilten Erkenntnisse über den Wert und die Bedeutung von mLearning dabei helfen, es effektiv in Ihrer betrieblichen Schulungsumgebung umzusetzen.