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Was ist videobasiertes Lernen?

Was ist videobasiertes Lernen?

April 1, 2022
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L&D-Teams sind kontinuierlich aufgefordert, die Qualität ihrer Schulungen zu erhöhen, indem sie ansprechende und interaktive Lernerfahrungen bieten. Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile und Beispiele für videobasiertes Lernen in der betrieblichen Weiterbildung.

Was ist videobasiertes Lernen?

Videobasiertes Lernen ist eine Unterrichtsstrategie, bei der Videoinhalte als primäres Medium zur Vermittlung von Lerninhalten genutzt werden. Dieser Ansatz integriert verschiedene Elemente wie Animationen, Realaufnahmen, Text und Ton, um ein ansprechendes, multisensorisches Lernerlebnis zu schaffen. Es ist ein vielseitiges Werkzeug, das unterschiedlichen Lernstilen und Präferenzen gerecht wird und sich somit ideal für die heutigen digitalen Lernumgebungen eignet.

Videos reduzieren nicht nur die kognitive Belastung, sondern fesseln auch die Aufmerksamkeit der Zuschauer und steigern so das Engagement der Lernenden. Es gibt vielfältige Gründe, warum E-Learning-Videos eine wirkungsvolle Lernerfahrung für digitale Lernende darstellen.

  • Sie regen zum Konsum an und verbessern die Merkfähigkeit. Hätten Lernende die Wahl zwischen dem Lesen eines 5.000 Wörter langen Vorlesungsskripts und dem Ansehen eines 8-minütigen animierten Videos, das die Kernidee der Vorlesung veranschaulicht, würden sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für Letzteres als bevorzugtes Lernwerkzeug entscheiden.
  • Noch wichtiger ist, dass die Stärke von Videos als E-Learning-Instrument darin liegt, dass sie eine generationsübergreifende Ressource sind. Von der Generation C über die Babyboomer bis hin zu den Generationen X, Y und Z – Arbeitsplätze über alle Generationsgrenzen hinweg können von der Nutzung von E-Learning-Videos profitieren.

Warum Sie videobasiertes Lernen nutzen sollten

  1. Verbessertes Engagement: Videos fesseln die Aufmerksamkeit effektiver als herkömmliche textbasierte Inhalte.
  2. Flexibilität und Zugänglichkeit: Lernende können jederzeit und überall auf Videoinhalte zugreifen, was das Lernen auf Abruf erleichtert.
  3. Verbesserte Merkfähigkeit: Visuelle und auditive Elemente in Videos tragen zu einer besseren Merkfähigkeit und zum besseren Abruf von Informationen bei.
  4. Unterstützt Microlearning: Komplexe Themen lassen sich in leicht verdauliche, kurze Videos aufteilen.
  5. Vielseitigkeit: Geeignet für verschiedene Schulungsanforderungen, von der Einarbeitung bis zur Kompetenzentwicklung.

Herausforderungen des videobasierten Lernens

  • Ressourcenintensität: Die Erstellung hochwertiger Videos erfordert viel Zeit, Fachkenntnisse und Ressourcen.
  • Technologische Einschränkungen: Die Abhängigkeit von Technologie bedeutet, dass Probleme wie eine schlechte Internetverbindung das Lernen behindern können.
  • Risiken des passiven Lernens: Videos ohne interaktive Elemente können zu passivem Lernen führen und ihre Wirksamkeit mindern.
  • Aktualisierung der Inhalte: Die Pflege und Aktualisierung von Videoinhalten mit den neuesten Informationen kann herausfordernd sein.

Wie KI das videobasierte Lernen verändern wird

KI kann Lernerfahrungen personalisieren, indem sie das Verhalten und die Präferenzen der Lernenden analysiert, um maßgeschneiderte Inhalte zu empfehlen. Sie kann zudem die Erstellung von Inhalten automatisieren, interaktive Elemente generieren und Echtzeit-Feedback geben. KI-gestützte Analysen können tiefe Einblicke in Lernmuster bieten und so zur kontinuierlichen Verbesserung von Schulungsprogrammen beitragen.

Welche Vorteile bietet videobasiertes Lernen?

  1. Verbessertes Lernengagement: Videos mit ihren dynamischen und visuell ansprechenden Inhalten können Lernende effektiver einbinden als herkömmliche textbasierte Materialien.
  2. Höhere Behaltensraten: Die Kombination aus auditiven und visuellen Elementen in Videos trägt zu einer besseren Speicherung und zum effizienteren Abruf der präsentierten Informationen bei.
  3. Unterstützung für verschiedene Lernstile: Videos sprechen auditive, visuelle und kinästhetische Lernende an und tragen so zu einem inklusiveren Lernprozess bei.
  4. Zugänglichkeit und Flexibilität: Videobasiertes Lernen ermöglicht es den Lernenden, nach Belieben auf Inhalte zuzugreifen, und unterstützt so das Lernen außerhalb des traditionellen Klassenzimmers oder der traditionellen Schulungsumgebung.
  5. Verbessertes Verständnis: Videos vereinfachen komplexe Konzepte und verbessern so das Verständnis, insbesondere wenn sie durch Animationen oder Beispiele aus der Praxis ergänzt werden.
  6. Skalierbarkeit: Einmal erstellt, können Videos wiederholt genutzt werden und erreichen so ein breites Publikum ohne zusätzliche Kosten.
  7. Erleichtert Mikrolernen: Kurze Videoformate eignen sich hervorragend für das Mikrolernen und ermöglichen es den Lernenden, Inhalte in überschaubaren, fokussierten Einheiten aufzunehmen.
  8. Interaktive Möglichkeiten: Moderne videobasierte Lernplattformen bieten interaktive Funktionen wie Quizze und szenariobasiertes Lernen, wodurch das aktive Lernerlebnis verbessert wird.
  9. Echtzeit-Feedback und Analysen: Viele Videoplattformen bieten Analysen zum Engagement und Verständnis der Zuschauer, sodass Lehrkräfte zukünftige Inhalte effektiver anpassen können.
  10. Globale Reichweite: Videos überwinden geografische Grenzen und ermöglichen es, eine globale Belegschaft mit einheitlichen Botschaften und gleichbleibender Qualität zu schulen.

Welche verschiedenen Arten des videobasierten Lernens gibt es?

Der Nutzen von E-Learning-Videos lässt sich durch die Umsetzung der folgenden Ansätze steigern:

  1. Erklärvideos: Animierte oder Live-Action-Videos, die komplexe Konzepte verdeutlichen.
  2. Interaktive Videos: Integrieren interaktive Elemente wie Quizfragen und verzweigte Szenarien.
  3. Mikrolernvideos: Kurze Videos für gezieltes Lernen, einschließlich Inhalte für virtuelles, von Lehrkräften geleitetes Training (VILT).
  4. Screencast-Tutorials: Bildschirmaufzeichnungen zur Demonstration von Software oder Prozessen.
  5. Szenariobasierte Videos: Simulieren reale Situationen, einschließlich mikromodulbasierter Szenarien für Simulationsübungen.
  6. Webinare: Live- oder aufgezeichnete Schulungssitzungen unter der Leitung von Experten.
  7. Storytelling-Videos: Narrative Inhalte für fesselnde Lernerfahrungen.
  8. 360-Grad- und VR-Videos: Bieten immersive und realistische Lernumgebungen.
  9. Rollenspiel-Videos: Schauspieler oder Animationen stellen Arbeitsszenarien für Schulungszwecke nach.
  10. Von Lernenden erstellte Videos: Von Lernenden erstellte Inhalte, die informelles Lernen und Peer-to-Peer-Bildung fördern.
  11. Videos für den Moment des Bedarfs: Enthalten Zusammenfassungen von Lektionen, Anleitungen, FAQs und wichtige Erkenntnisse für Just-in-Time-Lernunterstützung.
  12. Teaser-Videos: Dienen dazu, Interesse und Vorfreude auf bevorstehende Lernprogramme zu wecken.
  13. Übungs- und Anwendungsvideos: Bieten Übungen, Trainings und Simulationen für praktische Lernerfahrungen.
  14. Vertiefungsvideos: Dienen der Wiederholung von Inhalten und helfen, die Vergessenskurve zu überwinden.

Welche Strategien können dazu beitragen, das Engagement für Ihre Unternehmensschulungsvideos zu steigern?

Im Folgenden finden Sie sechs Strategien, die L&D-Teams dabei helfen, die Wirkung ihrer Videotrainings zu maximieren:

  1. Lernreisen gestalten: Betrachten
    Sie Schulungen nicht als einmalige Initiative. Da Remote-Arbeit auf Dauer Bestand haben wird, sollten L&D-Teams den Einsatz von Online-Schulungsvideos in Betracht ziehen, um eine kontinuierliche Lernreise für ihre Mitarbeiter zu fördern – von der Einarbeitung über die Erweiterung bestehender Fähigkeiten bis hin zu Wiederholungs- und Auffrischungskursen sowie der Entwicklung neuer Kompetenzen.
  2. Bauen Sie eine Videobibliothek mit formalen Lernhilfen auf:

    Erstellen Sie Videotrainingsressourcen zur Unterstützung von Lernstrategien wie Microlearning, bedarfsorientiertem Lernen, Anleitungsvideos, Tipps & Tricks, Inhalten zur schnellen Auffrischung und Just-in-Time-Videos. Trainer können diese Videos dann nutzen, um den Übergang von Präsenzschulungen zu formalen Fernlernprogrammen zu erleichtern.
  3. Gamifizieren Sie Ihre Videos: „Lernen
    durch Spielen“ ist eine wirksame Methode, um Lerninhalte unterhaltsam zu gestalten – insbesondere bei komplexen Themen wie Compliance oder obligatorischen Zertifizierungsschulungen. Durch wettbewerbsorientiertes Lernen trägt das gamifizierte Videolernerlebnis zudem dazu bei, das Engagement zu steigern, die Teambildung zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen funktionsübergreifenden Teams zu verbessern.
  4. Nutzen Sie Microlearning-Videos:

    Kurze Online-Schulungsvideos sind ansprechender als langatmige Schulungsinhalte in Spielfilmlänge. Diese Videos bieten prägnantes und zielgerichtetes Lernen und eignen sich gut als bedarfsorientierte Schulungen und als Ressourcen zur Unterstützung nach der Schulung.
  5. Integrieren Sie Szenarien und Verzweigungen in Videos:

    Der Einsatz von szenariobasiertem Lernen (SBL) und Verzweigungen in Videos trägt dazu bei, den Lernenden realistische Lernerfahrungen zu vermitteln. Dozenten können Videos nutzen, um reale Situationen (arbeitsbezogene Herausforderungen) zu veranschaulichen und alternative Lösungswege aufzuzeigen. Sie dienen als nützliche Kontrollpunkte, um Lernlücken zu schließen und den Lernenden eine sichere Umgebung zu bieten, in der sie das gerade Gelernte üben können. Verzweigungen bieten den Lernenden mehrdimensionale Möglichkeiten zur Problemlösung und ermöglichen es ihnen, die Konsequenzen unterschiedlicher Wahlmöglichkeiten, Entscheidungen und Handlungen zu verstehen.
  6. Nutzen Sie Videos für erweiterte Lernerfahrungen:

    Anstatt Videos als eigenständiges Schulungsinstrument zu verwenden, setzen Sie Online-Schulungsvideos strategisch ein – in Verbindung mit immersiven Lernansätzen wie Gamification, szenariobasiertem Lernen und Microlearning –, um eine erweiterte Lernerfahrung im Unternehmen zu bieten.

Wie integrieren Sie videobasiertes Lernen in Ihre Unternehmensschulungen?

Halten Sie Ihre Inhalte prägnant:

Obwohl videobasiertes Lernen ein äußerst effektiver Ansatz ist, um sowohl formelle Schulungen als auch Maßnahmen zur Leistungsunterstützung anzubieten, kann die Passivität von Videos manchmal den Lernerfolg einschränken. Diese Herausforderung tritt wahrscheinlich auf, wenn das Video sehr lang ist.

Wählen Sie relevante Themen aus:

Eine bewährte Strategie besteht darin, E-Learning-Videos entlang einer Handlung oder Storyline zu konzipieren – selbstverständlich einer, die für Ihre Lernenden relevant ist. Verwenden Sie eine Kundenerfolgsgeschichte, eine arbeitsbezogene Fallstudie oder einen geeigneten Anwendungsfall, um die Geschichte schrittweise – in 5- bis 10-minütigen Abschnitten – durch den Kurs zu führen. Es ist entscheidend, dass die Videokomponente der Geschichte nahtlos mit den anderen Aspekten des Kurses – Audio, Text, Folien, Aufgaben usw. – harmoniert.

Gestalten Sie es interaktiv und ansprechend:

Interaktive E-Learning-Videos erhöhen die Kursattraktivität, und der aufkommende Trend zu 360-Grad-E-Learning-Videos bietet ein immersives Erlebnis, das über die üblichen „Point-and-Record“-Videoinhalte hinausgeht.

Optimieren Sie es für verschiedene Geräte:

Interaktives videobasiertes Lernen lässt sich in Form kurzer, leicht verdaulicher Einheiten einsetzen, sodass Lernende die Inhalte unterwegs und auf dem Gerät ihrer Wahl nutzen können.

Abschließende Gedanken

Online-Schulungsvideos stellen eine wertvolle Ergänzung betrieblicher Schulungsprogramme dar, insbesondere in der heutigen Fernlernumgebung. Sie fördern nicht nur das Engagement durch Interaktivität, sondern eignen sich auch hervorragend zur Ergänzung bestehender Lernressourcen in formellen und informellen Lernumgebungen.

Ich hoffe, dieser Artikel liefert Ihnen die notwendigen Erkenntnisse, um videobasiertes Lernen für Online-Unternehmensschulungen erfolgreich einzusetzen.

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